Circlebrainfuck of Sadness

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Traurigkeit ist eine schwierige Sache. Heute habe ich etwas gelesen über das ich gern schreiben würde weil es mich einige Zeit beschäftigt hat. Es geht darum, dass jemand meinte, dass es nicht hilft wenn man jemanden das Gefühl gibt, dass sein Zustand oder seine Gefühle „falsch“ sind. Im weitesten Sinne bezieht sich das auch auf Depression und den Umgang damit.

 

Ich denke der Aussage kann ich so zustimmen. Es ist nichts falsch daran traurig zu sein oder so zu sein wie eben ist. Das Problem ist jetzt aber das potentielle Missverständnis zu dem das alles führt.

Wenn ich einen Menschen den ich mag sehe und sehe wie er leidet dann möchte ich etwas daran ändern. Ich möchte es ändern weil ich den Menschen mag und nicht möchte, dass er leidet. Weil es mich auch selbst traurig macht wenn es ihm schlecht geht… bäm!

Hier haben wir schon den ersten Fall von Gedanken die man ewig im Kreis drehen kann. Ein Mensch ist traurig und vielleicht auch gerade etwas anfällig für Selbstzweifel. Nun komme ich und versuche mich in seine Lage zu fühlen und sein Zustand ist auch für mich schwer. Also fühlt er sich noch schlechter weil er für mich eine Last ist?  Weil er denkt, dass er schuld daran ist, dass es jetzt auch mir schlecht geht? Leidet er noch mehr weil er mich mit hineingezogen hat?

Oder denkt er gerade weil er mir mit seiner Traurigkeit „schadet“, dass ich auch mich selbst schützen will wenn ich versuche ihm zu helfen? Dass ich ihm / ihr nur helfen will damit es MIR besser geht?

Wie gesagt an dieser Stelle befinden wir uns in einem Strudel aus Gedanken die man so ewig weiterführen kann und die zu keinem Ziel führen. Ich glaube darum hilft es auch gar nicht diesen Weg weiter zu gehen sondern man sollte einfach gemeinsam sagen:

„Fuck it!“

 

Man sollte diese Gedanken einfach vergessen. Hey, ich mag diesen Menschen und nur weil ich mit ihm fühle bedeutet das nicht, dass er eine Belastung ist. Das ist er niemals. Menschen die man mag machen das Leben erst lebenswert. Wenn ein Mensch sich schlecht fühlt ist es normal, dass man ihm / ihr helfen will. Also sollte man darüber reden und schauen wie man gemeinsam damit umgeht.

Ich möchte nicht aus irgendwelchen egoistischen Motiven, dass es einem Menschen besser geht. Nur damit mein Leben leichter wird? Mhh. Ich denke in der Regel weis man auf was man sich mit anderen Menschen einlässt. Mag sie mit all ihren „Fehlern“ die für einen selbst gar keine sind. Nimmt ihre Schwächen nicht als Schwächen wahr. Man liebt den Menschen einfach so wie er ist und keine Phase oder kein Zustand können daran etwas ändern…

Wenn dich ein Mensch liebt wenn es dir gut geht, dann tut er das auch oder erst recht wenn es dir schlecht geht! Mitgefühl, Liebe, der Wunsch für andere da zu sein… das alles macht uns als Menschen aus. Ist Teil unserer Menschlichkeit. Die Fähigkeit nicht nur an uns zu denken sondern auch an andere und das Wohl von anderen höher einzustufen als unser eigenes…

Man sollte sich immer vor Augen führen, dass die Hilfe gut gemeint ist. Wenn man die Hilfe im Moment nicht möchte sollte man auch das versuchen zu sagen. Allgemein sollte man immer versuchen miteinander zu reden und nicht darauf vertrauen, dass der andere alles richtig deutet oder Sachen in etwas interpretieren die gar nicht da sind… und ich weis wie schwer das ist.

Aber es hilft einfach in den anderen zu vertrauen…

 

Aber was weis ich schon? Vielleicht stelle ich mir die Dinge auch viel zu einfach vor.

 

Artikelbild by Chiara Bautista

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