Bad Day – Oder wie man sich grundlos über etwas aufregt…

Es gibt sie, diese Tage. Diese Tage an denen man einfach keine Lust auf gar nichts hat, an denen nichts funktioniert. Tage an denen man die ganze Welt schon wegen Kleinigkeiten verfluchen möchte und sowieso jeden hasst. Heute war so ein Tag.

Ich gebe zu, ich bin kein Morgenmensch. Ich brauche Früh meine Ruhe, brauche Zeit für mich. In der Regel ist diese Griesgrämigkeit schon verschwunden nachdem ich was gegessen habe, im Bad war oder wenn ich einfach endlich richtig wach bin. Wenn ich pünktlich ins Bett geh und meine 7-8 Stunden Schlaf bekomme ist das auch alles kein Problem. Wenn ich aber lange wach war und schon nicht aus dem Bett komme dann ist Vorsicht geboten.

In einem solchen Falle sollte man mich besser in Ruhe lassen und in der Regel such ich mir dann schon einen Platz wo ich mit möglichst wenig Menschen in Kontakt komme.

Leider ist das gerde nicht so einfach. Schon früh am Zug treffe ich zwangsläufig auf jemanden der mit mir reden will. Auf einen dieser Menschen der sich nach Komunikation sehnt und sei sie auch noch so belanglos. Im Grunde nervt mich sowas schon wenn ich gute Laune hab, aber da spiel ich das Spiel noch mit. Wenn ich aber richtig müde bin dann geht mir sowas schon richtig auf die Genitalien. In dem Fall versuch ich zwar immernoch irgendwie freundlich zu sein aber immer mit dem Licht am Ende des Tunnels vor Augen. An der FH sind genug andere, da kann ich mich absetzen. Dann bin ich allein, kann Musik hören, mich meinen Gedanken hingeben und langsam wach werden. In der Vorlesung habe ich dann Raum für mich, muss mit keinem reden.

Blöd nur wenn das eben nicht so ist. Wenn sich wirklich die selben nervigen Personen wieder neben mich setzen, mir meinen geschaffenen Freiraum entziehen. Ich meine in der Regel ist das nichts worüber aufregen muss aber wie gesagt es gibt das diese Tage und an diesen Tagen bin ich nicht sonderlich rational. Tja und so steigt die innere Aggression wenn ich erst den Platz neben mir (mein Jackenplatz!) räumen muss weil angeblich nicht genug Platz ist (setzt euch halt in eine andere Reihe wo alles frei ist verdammt) und dann auch noch durchrutschen muss weil noch so ein ******** meint sich in die Reihe quetschen zu müssen.

Und dann muss natürlich in einer Lautstärke gesprochen werden die selbst meine InEarKopfhörer auf voller Leistung nicht abschirmen können. Hallo?

Und dann sitz ich da, in der Vorlesung, 1,5 Stunden lang und hab schlechte Laune. Schlechte Laune weil ich meine Arme nicht ausbreiten kann, schlechte Laune weil meine Jacke auf meinem Sitz liegen muss wo ich drauf sitze und beim Aufstehen total zerknittert ist, schlechte Laune weil ich nur einen blöden Klapptisch habe auf den niemals nie nicht mein ganzer Kram passt, schlechte Laune weil überall in diesem scheiß Hörsaal Platz ist nur um mich herrum nicht!

Ja an normalen Tagen sind das alles Kleinigkeiten die nicht weiter interessieren aber heute?

Naja und während ich hier sitze, nach dem zweiten Kaffee, endlich wach, endlich allein und nur noch bedingt aggressiv, stell ich mir die Frage ob das alles überhaupt die Aufregung wert war und wie sich sowas in Zukunft verhindern lässt. Dazu gesellt sich aber auch noch eine andere Frage die sich erst im Verlauf dieser Zeile ergeben hat:

Hätte mich heute morgen wirklich jeder Mensch genervt oder hätte es eine Ausnahme gegeben?

Und da mir nicht gefällt wohin diese Überlegung geht mach ich hier Schluss.

MfG Thomas

5 Gedanken zu „Bad Day – Oder wie man sich grundlos über etwas aufregt…“

  1. Also mich hätte es auch aufgeregt, sogar wenn ich ausgeschlagen, satt und sogar gut gelaunt gewesen wäre. Gut, mit der guten Laune wärs das dann auch gewesen. Kurz um, kann Dich gut verstehen und es ist jeden Aufreger wer.

    1. Im Prinzip sag ich mir ja immer, die Menschen sind halt so. Sie haben keine schlechten Absichten und darum kann ich ihnen auch nicht böse sein 🙂

      Darum liegt das Problem auch bei mir und nicht bei allen anderen. Außerdem ist es wesentlich einfacher wenn ich mich anpasse als alle anderen ändern zu wollen.

  2. Wenn da noch Platz ist im Hörsaal, warum wartest du nicht bis sich alle gesetzt haben und dann setzt du dich da hin wo nicht die Masse ist?

    Und im Zug sag doch einfach: „Hey ich bin grad nicht so gut drauf und noch nicht wach. Wär schön wenn du mir noch ein paar Minuten ruhe gönnen könntest. Ein ander mal red ich gern mit dir weiter.“

    Kommunikation ist alles 🙂

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