Ziemlich Beste Freunde, Super und Rollergirl

Ziemlich Beste Freunde

Die erste Beschreibung zu dem Film wirkt schon abschreckend. Ein Film aus Frankreich, nach einer wahren Begebenheit. Ohne Action, ein Drama. Und ist es ein wunderschöner Film. Ein Film um Freundschaft, ein Film bei dem man lachen kann, ein Film bei dem man sich einfach gut fühlt.

 

http://youtu.be/uGe6J_5Izfw

 

Es geht um Philippe, einen wohlhabenden Mann der vom Hals abwärts gelähmt ist. Er hat die Lust am Leben verloren, ist verbittert und macht es seinen Pflegern so schwer, dass diese nach wenigen Wochen schon wieder verschwinden. Nachdem er wieder einen vergrault hat sitzen neben dem ganzen hochquallifizierten Pflegepersonal auch Driss unter den Bewerbern. Dieser, frisch aus dem Knast, will eigentlich nur eine Unterschrift fürs Arbeitsamt. Doch Philippe bietet ihm eine Stelle als Pfleger an weil Driss ihn, im Vergleich zu allen anderen, nicht nur als Behinderten sieht sondern als Menschen. So entsteht zwischen Driss welcher seine Ghettowurzeln nicht verleugenen kann und Philippe eine besondere Freundschaft. Philippe begeistert Driss nach und nach für Kunst und Kultur während Driss, Philippe die Lust am Leben zurück gibt.

Es ist einfach schön zu sehen wie die beiden zusammen interagieren und auch wie mit der Behinderung von Philippe umgegangen wird. Es ist schwer zu beschreiben. Die Nachteile dieses Lebens werden in jeder Szene gezeigt aber es wird sehr natürlich damit umgegangen. Das letzte was Philippe will ist Mitleid und das merkt man auch sehr stark.

Also ich kann den Film nur empfehlen auch wenn das Thema auf den ersten Blick etwas kitschig oder sperrig wirkt. Man fühlt sich danach einfach gut, kommt aber auch zum nachdenken.

 

 

Super

Super ist schon ungefähr ein Jahr alt und bei uns als DVD erhältlich. Im Prinzip ist die Geschichte dahinter fast die selbe wie in Kick Ass. Es geht um einen Mann der im realen Leben versucht zum Superhelden zu werden und dabei schnell merkt, dass das alles nicht so einfach ist.

Der Film fängt schon mit einer interessanten Szene an. Frank malt zwei Bilder. Die beiden größten Momente in seinem Leben. Auf dem einen heiratet er seine Frau, auf dem anderen zeigt er einem Polizisten wohin ein Räuber geflohen ist. Sonst gibt es dann auch nicht viel in seinem Leben. Frank ist keine interessante Person. Er arbeitet als „Koch“ in einer Burgerkette, er hat keine Hobbys und seine Frau hat er im Grunde auch nur gefunden weil sie gerade auf Drogenentzug war und jemanden brauchte der sie von diesem Leben fern hält.

Aber wie es so ist, Sara, seine Frau, wird rückfällig und lässt sich schon bald mit Jock, einem Drogendealer ein. Es passiert was passieren muss, Sara verlässt Frank und kehrt zu ihrem alten Leben zurück. Frank will das nicht hinnehmen und beschließt ein Superheld zu werden um den bösen Frauendieb das Handwerk zu legen. Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe aber Frank ist ein recht wunderlicherer Kerl der eventuell auch ein paar psychische Probleme hat.

Von nun an bekämpft er das Verbrechen, oder zumindest das was er für Verbrechen hält, mit aller Härte. So prügelt er einen Handtaschendieb fast zu Tode und verpasst jemanden der sich an der Kinokasse vorgedrängelt hat mehrere Platzwunden mit einer Rohrzange. Allgemein spart der Film nicht an Gewalt und besonders dann wenn Libbi (Ellen Page) als sein Sidekick in Aktion tritt nimmt die Gewalt noch ein ganzes Stück zu. Da wird einfach ohne Rücksicht auf Verluste gegen das „Verbrechen“ vorgegangen.

 

Stellt sich nun die Frage ob der Film wirklich gut ist und die Frage ist wirklich schwer. Denn so recht weiß ich nicht was ich davon halten soll. Die Gewalt hat keine wirklichen Konsquenzen und irgendwie wird mir damit zu belanglos umgegangen. Es gibt auch keine Reue für das was Frank da macht, denn im Grunde schlägt er Menschen zu Brei. Oft auch „Unschuldige“. Auch das Ende… naja es ist wohl das Ende was einem Looser wie Frank auch in der Realität passieren würde.

Also ich hab ihn mir gern angeschaut, kann aber nicht sagen ob das nur an Ellen Page lag die ich sowieso liebe. Und Ellen Page in einem Superheldenkostüm ist… Ich denke mal der Film ist einfach nicht für die Massen. Selbst ich hatte mir mehr versprochen.

Achja der Film hat die vielleicht „tollste“ Sexszene die ich je gesehen habe^^

Und bevor ich es vergesse, die deutsche Übersetzung ist wirklich schlecht.

 

 

Rollergirl

Ich hab mich gerade dazu entschieden noch Rollergirl mit dazu zu nehmen. Den hab ich zwar schon Anfang des Jahres gesehen aber der Film ist leider recht unbekannt und hat es verdient. Außerdem ist es wieder ein Film mit Ellen Page. Naja wie schon gesagt ich liebe ihre Filme. Wer sie nicht kennt: Ihre größte Rolle hatte sie in Juno wo sie auch für den Oscar nomminiert war. Die Rolle die aber am bekanntesten sein düfte hatte sie neben Leonardo DiCaprio in Inception.

 

 

In Rollergirl geht es im Grunde um Bliss die in einem verschlafenen Nest in Texas wohnt und von ihrer Mutter zu Schonheitswettbewerben geschickt wird. So richtig wohl fühlt sie sich dort aber nicht.  Beim Einkaufen in Austin sieht sie dann zum ersten Mal Mädels auf Rollschuhen und beschließt mit ihrer Freundin zu einem Rollerderby zu fahren. Kurz darauf nimmt sie auch schon am Training teil und fährt im Team der Hurt Scouts.

Vielleicht kurz zu den Regeln von Rollerderby. Auf einer Kreisbahn fahren zwei Teams. Zum Start fahren je 4 Mädels aus beiden Teams in einem Pulk. Kurz darauf starten die „Verfolger“. Das ist eine Läuferin aus jedem Team. Um Punkte zu machen muss die Verfolgerin durch den Pulk kommen. Für jede Überholte gibt es Punkte. Wenn sie den Pulk passiert hat, fährt sie eine schnelle Runde um wieder durch die Masse zu fahren. Dabei reden wir hier von einem Kontaktsport. Die Mädels drängen sich gegen die Bande, stellen sich Beine und schlagen sich schon mal auf der Bahn. Natürlich alles auf Rollschuhen versteht sich.

Schnell ergeben sich aber Hindernise. Nicht nur, dass Bliss für den Sport viel zu weich und nett ist, nein auch ihr Alter macht Probleme denn eigentlich darf man erst mit 21 am Derby teilnehmen. Außerdem denken ihre Eltern, dass sie zur Nachhilfe geht statt zum Rollschuhlaufen. Und dann wäre da noch Oliver den Bliss kennen und lieben gelernt hat.

Alles in allem hat mich der Film an eine Mischung aus Juno und Dog Town Boys erinnert. Auch der Soundtrack ist nach Juno wieder über jeden Zweifel erhaben. Da finden sich Bands wie MGMT, Go Team oder Jens Lekman. Besonders wenn Bliss ihre Träume verwirklicht und im Hintergrund Kids von MGMT läuft… *snif*

Bei meiner ganzen Schwärmerei über Ellen Page sollte aber auch erwähnt werden, dass Drew Barrymoore hier Regie geführt hat und eine Nebenrolle spielt. Trotzdem ist das keine große Hollywood Produktion sondern ein Film zum schön finden. Zum erwachsen werden oder zum wieder zum Kind werden.

 

MfG Thomas

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