Musik und meine Gedanken dazu

Hallo an alle alten und neuen Leser

Gestern wurde ich gefragt welche Art von Musik ich eigentlich so höre. Nun könnte ich einfach entsprechende Forenposts suchen, meine YouTube Favoriten posten oder aber ich mache einen Blogeintrag daraus. Die letzte Möglichkeit gefällt mir dabei am besten. Ich sollte aber vielleicht noch dazu schreiben, dass ich erst mit ca. 17 oder 18 Jahren so richtig musikalisch sozialisiert wurde. Davor hatte ich eigentlich gar keinen Musikgeschmack und habe mich auch nicht wirklich für Musik interessiert. Wenn man nun noch bedenkt, dass ich gerade mal 23 Jahre alt bin… ja das sind erst 5 oder 6 Jahre.

Ich denke aber in dieser Zeit hat Musik eine wichtige Rolle in meinem Leben eingenommen. Inzwischen verbinde ich mit diesen Jahren auch immer Musik die ich zu dieser Zeit gehört habe. Die Lieder erinnern mich an die Zeit und an die Menschen. An die Menschen die meinen Musikgeschmack auch mitgeprägt haben. Ich erinnere mich an meine erste große Liebe welche damals großer System of a Down Fan war. Damals habe  ich die Jungs und ihre Musik gehasst. Irgendwie standen sie für alles was damals zwischen uns stand. Auch wenn wir nie zusammen gekommen sind (ich wollte sie, sie wollte mich und trotzdem war alles so kompliziert) war das damals eine schöne Zeit und wenn ich nun System of a Down höre dann mag ich die Musik sogar und erinnere mich gern an die Zeit zurück. Oder die Zeit unserer LAN Partys auf denen ich intensiv SlimeTerrorgruppe oder Wizo gehört habe.

Meine letzte Freundin war wohl auch sehr wichtig für meine musikalische Entwicklung. Auch wenn das nun schon ca. 2 Jahre her ist, sie hatte einfach einen wundervollen Musikgeschmack und wir haben uns da super ergänzt. Ich habe ihr Jimmy Eat World näher gebracht und sie mir Pearl Jam, ich habe sie für Sonic Youth begeistert, sie mich für Franz Ferdinand, ich hab ihr Tocotronic gezeigt und sie mir Muse. Was das angeht haben wir wirklich perfekt zusammen gepasst 🙂

Aber auch Filme, Serien, Videospiele und Bücher haben meinen Musikgeschmack geprägt. Hätte ich nicht Juno gesehen hätte ich wohl nicht zu Sonic Youth gefunden. Hätten O.C California und Scrubs keine Songs von Death Cab for Cutie gehabt, hätte ich die Jungs wohl erst wesentlich später entdeckt. Und erst vor einem Jahr habe ich meine Liebe zu Beck durch Scott Pilgrim entdeckt.

Außerdem hat sich mein Geschmack in den letzten Jahren weiterentwickelt. Als ich angefangen habe mich mit Musik zu beschäftigen war es vorallem Punk und Ska der mich begeistert hat. Schnelle Sachen die einen mitreißen und am besten noch Texte haben die der Geselschaft den Mittelfinger zeigen. Inzwischen liegt mein Fokus aber mehr auf technischer Musik. Musik die durch viele Instrumente und Töne dichte Klangwelten erzeugt. Musik die im Einklang mit Instrumenten und Stimme steht. Sachen die extrem minimalistisch sind aber trotzdem große Emotionen hervorrufen. Schwer zu beschreiben… was ich eigentlich meine. Vielleicht will ich auch eifnach nur sagen, dass ich Musik inzwischen auf einer weiternen Ebene begreife die etwas tiefer geht als früher. Außerdem sind mir Texte heute wichtiger als früher und ich beschäftige mich lieber mit Texten. Ich liebe die Sachen der Wohlstandskinder, von Kettcar, von Tocotronic, von Rubik, von Joanna Newsom und noch vielen anderen.

 

Sufjan Stevens – Verschachtelte elektronische Musik. Er hat auch wunderschöne Akustische Musik nur mit einer Gitarre gemacht. Keine Ahnung, egal was er anfasst es klingt toll und verzaubert den Zuhörer.

 

Jimmy Eat World – Schaut euch an wie Jimmy, also der Sänger, immer wieder zwischen den Zeilen spielt… wunderbar. Eigentlich ist das Lied über 14 Minuten lang und endet in einer Melodie die total einfach ist aber immer wieder durch Stimmen oder neue Instrumente neu interpretiert wird. Leider sind die beiden neusten Alben der Jungs relativ… schlecht.

 

Sonic Youth – Hier ist die Grenze zwischen großer Kunst und Krach relativ schmal. Ich kann jeden verstehen der sich damit nicht anfreunden will.

 

Casper – Fand sein erstes Album schon sehr gut, mit seinem neusten Werk hat er sich aber selbst übertroffen. Zusammen mit Prinz Pi steht er für mich an der Spitze des deutschen Rap. In dem Zusammenhang kann ich vielleicht auch gleich erwähnen, dass mir diese provozierende Kacke von Tyler the Creator und seinen Freunden absolut gar nicht gefällt.

 

Kettcar – Hamburger Schule. Was da in den letzten Jahren so an Musik entstanden ist hat mich wirklich begeistert. Da zählen noch einige andere Bands rein. Zu viele um sie alle aufzuzählen.

 

Rubik – Die Finnen sind großartig. Sie erfinden sich von Album zu Album immer wieder total neu. Keines klingt wie das davor und trotzdem gefällt mir jedes immer wieder.

 

Tocotronic – Die Jungs spielen nun glaube schon seit über 20 Jahren. Sie waren bei Viva, waren bei MTV. Sie spielen auf den großen Festivals in Deutschland und trotzdem ist ihnen nie der Erfolg zuteil geworden, den sie verdient hätten. Vielleicht wollten sie den aber auch nie haben…

 

Portugal The Man – Machen wundervolle Musik. Leider haben sie einen so enorm großen Output, dass die Quallität inzwischen etwas nachgelassen hat bzw. dass irgendwie zu wenig Innovation dabei rum kommt.

 

La Dispute – Hab ich erst vor ein paar Wochen entdeckt. Hardcore find ich ja generell recht lame. Sick of it All und Co. konnte ich nie was abgewinnen. Wenn dann ehr Posthardcore. Wenn er dann noch zu intelligent gebaut ist wie hier… ganz ehrlich, dass ist das beste was ich 2011 gehört habe. Die Texte zerrütten einfach die Seele und regen zum nachdenken an.

 

Mumford and Sons – Wunderschöne Musik zum entspannen. Extrem toll gemacht. Diese Veränderungen in der Geschwindigkeit und die Art wie sie Melodien aufbauen. Dazu noch der tolle Gesang. Sicher nichts zum abgehen aber ich denke das sind die wenigsten Sachen die ich bis jetzt gepostet habe.

 

Telekinesis – Toller Typ. Nur der Drummer ist eigentlich die komplette Band. Für Alben spielt er alles alleine ein, live braucht er halt Freunde. Tolle Geschichte: Weil ich halt ein totaler Looser bin, bin ich letztes Jahr zu ihrem Konzert gerannt und… war pünktlich. Also pünktlich zum Einlass. Tja… um die Zeit geht da aber kein normaler Mensch hin. Aber wie es der Zufall so will saß die Band dort und hat noch bisschen gequatscht bevor es los ging und eventuell hatten sie Mitleid mit mir, auf jeden Fall haben sie dann gefragt ob ich mich zu ihnen setzen will und ich hab dann 20Min lang mit den in meinem schlechten englisch geredet. War toll. Besonders weil ich die Jungs damals schon seit längerer Zeit vergöttert hab. Manchmal zahlt es sich halt aus Nerd zu sein 😀

 

Ja. Das solls erstmal gewesen sein. Natürlich macht das nur einen kleinen Teil von dem aus was ich so höre. Wenn ich noch eine Stunde lang nachdenke, dann kommen sicher noch 5 weitere Bands, von denen ich unbedingt Musik posten müsste und die es verdient hätten, auf dieser Liste zu stehen. Aber ich mache hier erstmal Schluss. Eventuell gibt es ja noch irgendwann einen Teil 2.

 

In diesem Sinne, machts gut und wascht euch die Hände nachdem ihr auf Toilette wart!

 

MfG Thomas

 

PS: Mandy ich hoffe du bist zufrieden 😉

PPS: Ich spiele gerade mit verschiedenen Themes. Das hier gefällt mir eigentlich nicht.

 

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